13. Dezember 2020

Pfadfinderinnen und Pfadfinder brachten wieder das Friedenslicht aus Bethlehem ins Saarland


Auch in diesem Jahr verteilen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Saarland das Friedenslicht aus Bethlehem. Corona-bedingt fand die Aussendung als Andacht im kleinen Kreis auf dem Alt-Saarbrücker Schlossplatz statt. Anschließend konnte das Licht am großen Weihnachtsbaum abgeholt werden.

Auch in diesem Jahr verteilen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Saarland das Friedenslicht aus Bethlehem. Corona-bedingt fand die diesjährige Aussendung als Andacht im kleinen Kreis auf dem Alt-Saarbrücker Schlossplatz statt. Anschließend konnte das Licht am großen Weihnachtsbaum abgeholt werden.

Die traditionelle Aussendefeier in der Jugendkirche eli.ja, zu der sonst mehrere hundert Menschen kommen, musste ausfallen. Stattdessen waren Vertreter der saarländischen Pfadfinderstämme aufgerufen, das Licht stellvertretend für ihre Stämme entgegenzunehmen und in die Kirchen vor Ort weiterzutragen. Rund 50 Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie Personen des öffentlichen Lebens kamen so in großem Abstand auf dem Schlossplatz zusammen. Da nicht gesungen werden durfte, sorgte einer vierköpfigen Band des Rings saarländischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder (rsp) für die musikalische Umrahmung.

Die Friedenslichtaktion 2020 steht unter dem Motto „Frieden überwindet Grenzen“. „Im Corona-Jahr haben wir erlebt, wie sich Grenzen bilden, diese sogar geschlossen werden und wie die Freiheiten, die für viele ihr Leben lang selbstverständlich waren, nun eingegrenzt werden.“, sagte Helmut Willems vom rsp bei der Andacht. Aber Grenzen gebe es nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Das Corona-Virus, habe aufgezeigt, wie zerbrechlich unser gesellschaftliches Zusammenleben ist, aber auch wie wichtig Kreativität, besonnenes Handeln und Zuversicht seien.

„Es geht darum, die eigenen Grenzen zu überwinden“, betonte Oberbürgermeister Uwe Conradt während des Wortgottesdienstes. Sich vertrauen, auf Gott vertrauen, das gelte in diesen Tagen und in dieser Zeit ganz besonders. Conradt bedankte sich auch im Namen der städtischen Verwaltung für das Friedenslicht, das er ins Rathaus mitnehmen werde.

Im Anschluss an die Andacht wurde das Friedenlicht noch eine Stunde lang auf dem Schlossplatz verteilt. Es kann aber auch noch bis Weihnachten in der Jugendkirche eli.ja (Halbergstraße/Ecke Hellwigstraße) abgeholt werden. Das ist auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich: Das Licht brennt ganztägig in der Markushütte vor der Kirche.

 

Das Friedenslicht ist eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF). Es wird auf dem gesamten europäischen Kontinent durchgeführt und ist in vielen Ländern zu einer pfadfinderischen Tradition geworden. Jedes Jahr entzündet ein Kind ein kleines Licht in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem. Das Licht wird dann nach Wien gebracht, wo es von Pfadfinderdelegationen aus vielen europäischen Ländern in Empfang genommen und danach im Heimatland weiterverteilt wird.

In Deutschland wird das Licht als Gemeinschaftsaktion verschiedener Pfadfinderbünde weitergeben. Sie sind im Saarland organisiert im Ring saarländischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Dieser plant seit über fünf Jahren die jährlich stattfindende Aussendefeier. Jede und jeder ist eingeladen, sich das Licht mit einer mitgebrachten Kerze in sein Haus, seine Wohnung, sein Büro oder einen anderen Lebensmittelpunkt mitzunehmen.

 www.pfadfinden.saarland





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